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Alles auf Zucker

Produktion X Filme Creative Pool GmbH
Produzentin Manuela Stehr
Beteiligte TV-Sender WDR, BR, arte
Gefrödert von FFA Filmförderungsanstalt und Filmstiftung NRW
Regie Dani Levy
Drehbuch Dani Levy, Holger Franke
Kamera Carl F. Koschnik
Schnitt Elena Bromund
Szenenbild Christian M. Goldbeck
Kostümbild Lucie Bates
Filmmusik Niki Reiser
Darsteller Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Udo Samel, Golda Tencer, Anja Franke
   
   

Info

Dem schlitzohrigen Jaecki Zucker steht das Wasser bis zum Hals - seine Frau droht mit Scheidung, der Gerichtsvollzieher mit Knast. Letzte Hoffnung des Ex-DDR-Sportreporters: das Erbe seiner Mutter. Doch die verlangt im Testament, dass Jaecki sich mit seinem Bruder versöhnt, einem orthodoxen Juden. Welten prallen aufeinander, als sein Bruder Samuel mit der ganzen Familie in Jaeckis chaotischen Haushalt anrückt - doch die verfeindeten Sturköpfe haben keine Wahl: Sie müssen sich zusammenraufen.



Nominiert für den besten Film:

ALLES AUF ZUCKER - Produzentin: Manuela Stehr, X Filme Creative Pool

Die in Berlin geborene Volljuristin Manuela Stehr hatte schon vor ihrem Studium als Komparsin in diversen Kinoproduktionen Feuer für das Metier gefangen. Folgerichtig absolvierte sie ihr Referendariat bei der Filmförderungsanstalt und verantwortete anschließend als unabhängige Produzentin beispielsweise den Berlin-Kultfilm VA BANQUE (R: Diethard Küster 1986) und Ivan Filas GESCHICHTEN AUS EINER ANDEREN WELT (1991). Von 1992 bis 1999 leitete sie die Abteilung Produktionsförderung bei der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, wo sie zuletzt (ab 1997) auch als Prokuristin und Stellvertreterin des Geschäftsführers tätig war. Im Jahr 2000 kehrte Manuela Stehr nicht nur nach Berlin, sondern als Mitglied der Geschäftsführung der dort ansässigen X Filme Creative Pool GmbH auch in ihren Lieblingsberuf zurück: Sie beginnt wieder, Filme zu produzieren und wird auch Mitglied des Vorstandes der X Verleih AG. Zu ihren wichtigsten Produktionen gehören Michael Kliers HEIDI M. (2001), der der Schauspielerin Katrin Saß nicht nur die Rückkehr ins Kino ermöglichte, sondern gleich auch noch einen Deutschen Filmpreis bescherte. Es folgen Tom Tykwers HEAVEN (2001), Dani Levys VÄTER (2002), Achim von Borries WAS NÜTZT DIE LIEBE IN GEDANKEN? (2004) und der Kinderfilm 4 FREUNDE UND 4 PFOTEN (R: Gabriele Heberling 2003).

Mit der Produktion der Komödie ALLES AUF ZUCKER! hat Manuela Stehr zusammen mit dem Regisseur Dani Levy Neuland im deutschen Kino betreten: Jüdischer Alltag im Deutschland nach der Wende im Screwball-Format.

Auch das Thema ihrer jüngsten, gerade beendeten Produktion DER ROTE KAKADU (Dominik Graf) ist neu im neuen deutschen Kino: Die Geschichte spielt unter lebenshungrigen jungen Menschen im Dresden vor dem Mauerbau.

 


Nominiert für die beste Regie:

Dani Levy

Auch wenn er als Artist, Theaterschauspieler und Musiker angefangen hat, der Traum von Dani Levy (Jahrgang 1957) war immer das Kino. Diesen Traum hat sich der gebürtige Baseler 1986 mit seiner Form der Beziehungskomödie DU MICH AUCH verwirklicht – und erhielt prompt den Preis für die beste Komödie auf dem darauf spezialisierten Filmfestival von Vevey, dem Ort, an dem einst Charlie Chaplins Leiche vom Friedhof gestohlen wurde. Drei Jahre später hatte Levys Publikum in ROBBYKALLEPAUL wieder allen Grund zum Lachen und quittierte das mit dem Publikumspreis auf dem Filmfestival Max-Ophüls-Preis. Levys dritter Spielfilm I WAS ON MARS (1991) spielte nicht mehr in den Straßen und Wohngemeinschaften von Berlin, sondern in New York. Von dort wehte auch der gute Geist Woody Allens in Dani Levys hinreißende kleine Politkomödie OHNE MICH, für die er 1993 den Regiepreis der Hypo Vereinsbank auf dem Filmfest München erhielt. Den hatte im Jahr zuvor sein Kollege Wolfgang Becker gewonnen. 1994 taten die beiden sich mit Tom Tykwer und dem Produzent Stefan Arndt zusammen, um die Firma X Filme Creative Pool zu gründen, deren erste Produktion der nächste Film von Dani Levy sein sollte. In STILLE NACHT (1996) wurde es etwas ernster in den Beziehungen und der Film lief im Wettbewerb der Berlinale. Auch Dani Levys nächste Arbeit war keine Komödie, sondern der ambitionierte Thriller MESCHUGGE (1998). Nach dem Familiendrama VÄTER (2002) hat sich Dani Levy nun einem Projekt gewidmet, mit dem er sich schon lange beschäftigt hatte und das ihn zurück zur Komödie führte: ALLES AUF ZUCKER! wurde zunächst fürs Fernsehen produziert und war der Überraschungserfolg des beginnenden Kinojahres 2005.


Nominiert für das beste Drehbuch:

Holger Franke, Dani Levy

„Humor ist immer dann am stärksten und berührendsten, wenn er aus einer Not heraus entsteht“, bringt Dani Levy (Jahrgang 1957) das Motiv für die Komödie ALLES AUF ZUCKER! auf den Punkt. Die „erste jüdische Komödie in Deutschland nach 1945“ schrieb er zusammen mit Holger Franke (Jahrgang 1942), den er bereits aus gemeinsamen Tagen beim Berliner Kult-Theater „Rote Grütze“ Anfang der achtziger Jahre kennt. 1988 schrieben sie dann zum ersten Mal fürs Kino zusammen: Die WG-Komödie ROBBYKALLEPAUL (Regie: Dani Levy) erhielt völlig zu Recht den Publikumspreis auf dem Max-Ophüls-Festival und offenbarte das schwer herzustellende und dabei so leicht wirkende Gefühl für komisches Timing und Situationskomik. Danach war Holger Franke hauptsächlich als Autor und Regisseur für Bühnen in Stuttgart und dem bayerischen Mehring (Theaterhof Priessenthal), bis er 2001 in Berlin die „Rote Grütze“ neu gründete. Dani Levy setzte währenddessen seine Karriere als Filmregisseur und –Autor fort, erhielt den Hypo-Preis beim Münchner Filmfest für seinen Kurzspielfilm OHNE MICH (1993) – übrigens durchaus schon eine Referenz für ALLES AUF ZUCKER! - und nahm mit der ersten Produktion des X Filme Creative Pool (zu dessen Gründern er gehört) STILLE NACHT (1995) am Wettbewerb der Berlinale teil. Dani Levy hat nicht nur die Drehbücher zu all seinen Filmen (wie MESCHUGGE, 1997, und VÄTER, 2002) selbst geschrieben, er arbeitet auch für sich und seine Kollegen als Schauspieler. So hat er schließlich ja auch einmal angefangen.


Nominiert für die beste darstellerische Leistung - weibliche Hauptrolle

Hannelore Elsner

Obwohl – oder auch gerade weil – Hannelore Elsner zu den schönsten Frauen des deutschen Films zählt, feiert sie ihre größten Erfolge, wenn sie ihr Aussehen ändert. Etwa, als sie in Oskar Roehlers preisgekröntem Drama DIE UNBERÜHRBARE (2000) die mächtige schwarze Perücke ihrer Namensvetterin Gisela auf ihrem hoch erhobenen Haupt trug. Für ihre Rolle in ALLES AUF ZUCKER! (Regie: Dani Levy) als weibliches Oberhaupt einer jüdischen Familie, die sich die jüdische Lebensweise erst aneignen muss, gibt sie erstmalig eine Blondine. Als Hannelore Elsner vor gut vierzig Jahren in Will Trempers kaum bekanntem Meisterwerk DIE ENDLOSE NACHT (1963) eine junge, etwas fremd wirkende Frau in der eigentümlichen nächtlichen Welt am damals zentralen Berliner Flughafen Tempelhof spielte, war ihre Position im deutschen Kino definiert. Charaktere zwischen Stolz und Verlorenheit, Selbstbewusstsein und der Suche nach sich selbst. Nach Jahren der Kinoabstinenz, die aber auch Jahre der Theater- und Fernseherfolge waren, kehrte sie durch die Filme von Oskar Roehler, Oliver Hirschbiegel (MEIN LETZTER FILM, 2002) und Rudolf Thome (FRAU FÄHRT, MANN SCHLÄFT, 2003) genau dorthin wieder zurück – reifer, noch besser und darum auch mit der selbstverständlichen Freude an der Komödie, die ALLES AUF ZUCKER! nun mal ist. „Ich finde es unglaublich fantasievoll von Dani Levy, dass er bei dieser Rolle an mich gedacht hat“, sagt Hannelore Elsner. „Eine Blondine, die berlinert – das habe ich noch nie gemacht.“ Dafür musste sie den Berliner Zungenschlag „wie eine Fremdsprache“ lernen.


Nominiert für die beste darstellerische Leistung - männliche Hauptrolle:

Henry Hübchen

Es ist wirklich keine Schande, wenn einer sein Kinodebüt im erfolgreichsten Indianerfilm der DEFA-Geschichte gefeiert hat. Dennoch fiel Henry Hübchen neben Gojko Mitic in DIE SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN (1965) noch nicht richtig auf. Da musste erst der Grandseigneur des DDR-Kinos kommen und mit ihm eine Oscar-Nominierung – und Henry Hübchen war ein Star nach seinem Auftritt neben Erwin Geschonnek in Frank Beyers JAKOB DER LÜGNER (1974). Zu dieser Zeit begann auch Hübchens festes Engagement an der Berliner Volksbühne, deren Stil er zusammen mit Regisseur Frank Castorf namentlich in den neunziger Jahren prägte. Vorher war der 1947 geborene Berliner wie eigentlich alle Bühnen-Schauspieler in der DDR auch immer wieder im Fernsehen und im Kino präsent. Dabei hat Hübchens Präsenz immer etwas äußerst Liebenswertes und etwas äußerst Gefährliches zugleich. Der Kotzbrocken und das Kuscheltier – für Henry Hübchen sind das keine Gegensätze, sondern die Eckpfeiler seines schauspielerischen Spektrums, die manchmal faszinierend nahe beieinander stehen. Das geht vom spießigen Familienvater in Leander Haussmanns SONNENALLEE (1999) über den skrupellosen Spekulanten in Hans-Christian Schmids LICHTER (2003) bis zum unberechenbaren Mafia-Koch in Pepe Danquarts schwarzer Komödie BASTA – ROTWEIN ODER TOTSEIN (2004). Als Sportreporter-legende Jaeckie Zucker in Dani Levys Screwball-Komödie ALLES AUF ZUCKER! geht Hübchen als Schauspieler auch dann noch nicht die Puste aus, wenn seine Figur längst mit einem Herzinfarkt flach liegt.


Nominiert für die beste darstellerische Leistung - männliche Nebenrolle:

Udo Samel

Sein Name ist untrennbar mit den glorreichen Zeiten der Berliner Schaubühne in den achtziger Jahren verbunden: Udo Samel, geboren 1953, ausgebildet an der Hochschule für Musik und Theater in Frankfurt/M., spielte zwischen 1978 und 1992 in den großen Inszenierungen von Peter Stein, Luc Bondy und Klaus Michael Grüber. Obwohl er auch in dieser Zeit schon in TV- und Kinofilmen mitwirkte, begann seine echte Kinokarriere für viele erst danach mit Wim Wenders IN WEITER FERNE, SO NAH (1993). Er spielte für Peter Sehr in dessen Kinoerfolg KASPAR HAUSER (1993) und folgte seinem Faible für das Komische im Jahr darauf in Reinhard Münsters Film-im-Film-Satire ALLES AUF ANFANG.

Zu dieser Zeit spielte er übrigens den Teufel im „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen, zu denen er im vergangenen Jahr über das Kino zurückkehrte: In SILENTIUM, Wolfgang Murnbergers furioser Komödie über kulturelle und religiöse Bigotterie, spielt Samel mit sichtlicher Freude den skrupellosen Direktor der Institution, an der er im wahren Leben als Schauspieler Triumphe feiern konnte. Freude hatte er unübersehbar auch an der ebenfalls von Bigotterie nicht freien Figur des klammen jüdischen Geschäftsmannes Samuel Zuckermann, der sich in Dani Levys ALLES AUF ZUCKER! um des lieben Geldes willen mit seinem verhassten Bruder Jakob versöhnen muss.

 


Nominiert für den besten Schnitt:

Elena Bromund

Die beiden verstehen sich. Nach VÄTER (2002) hat die 1969 in Frankfurt/M geborene Cutterin Elena Bromund nun auch Dani Levys ALLES AUF ZUCKER geschnitten. Vom Familiendrama zur Screwball-Komödie. Das ist nicht nur eine andere Herausforderung für Autoren, Regisseure und Schauspieler. Weil es im undeutschesten aller Filmgenres so sehr auf Timing und Rhythmusgefühl ankommt, stehen die Editoren hier vor einer besonders schönen und großen Aufgabe. Elena Bromund dürften ihre ersten Erfahrungen beim Werbefilm und mit dem Schnitt von Videoclips dabei zugute gekommen sein. Bromund, die an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach auch als Dozentin für ihre Profession arbeitete, lebt seit 1998 als freie Cutterin in Berlin und war an Uli Schüppels PLANET ALEX (2000), einer suggestiven Reise durch das andere Berlin ebenso beteiligt wie an Hendrik Handloegtens Kinodebüt LIEGEN LERNEN (2003).

 

 


Nominiert für das beste Szenenbild:

Christian M. Goldbeck

Alles, was ein Szenenbildner braucht: Ein Studium an der Filmhochschule in Babelsberg und ein Architektur-Studium an der University of East London. Doch es ist natürlich nicht die hervorragende Ausbildung, die Christian M. Goldbeck (Jahrgang 1974) zu einem hervorragenden Szenenbildner macht, sondern das Wissen um die richtigen Mittel am richtigen Ort in der richtigen Geschichte. Nur wenn man das hat, kann man den Schrecken der Räume wie in Stefan Ruzowitzkys ANATOMIE 2 (2002) so zelebrieren, wie man die Tristesse der Orte zwischen Ost und West in LICHTER von Hans-Christian Schmid (2003) vorsichtig, aber wirkungsvoll gewähren lassen kann. In Detlev Bucks LIEBESLUDER (1999) machte er die Idylle zur Bedrohung ihrer selbst. Und die Verwandlung einer säkularen Spieler- und auch ein bisschen Spießer-Wohnung in eine Art jüdisch-orthodoxes Muster-Haus in Dani Levys ALLES AUF ZUCKER! dürfte für den Szenenbildner im richtigen Leben kaum weniger aufregend gewesen sein wie für Hannelore Elsner im Film.

 

 


Nominiert für das beste Kostümbild:

Lucie Bates

„Zeitgenössische Kostüme zu machen ist fast noch schwieriger als historische“, meint Lucie Bates, „weil es heute eigentlich gar keine Kleiderordnung mehr gibt.“ Und da, wo sie dennoch besteht, weil nämlich die Protagonisten Trauer tragen müssen wie in Dani Levys ALLES AUF ZUCKER, kommt es dann ganz besonders auf die Nuancen an. Genau die haben es der Kostümbildnerin Lucie Bates (Jahrgang 1958) angetan, die überall da zuhause ist, wo darstellende Künstler nicht nur mit Worten und Gesten, sondern auch mit ihrer Garderobe Geschichten erzählen. Am Theater ließ beispielsweise Peter Zadek seinen „Hamlet“ in ihrem Kostüm auf Europa-Tournee gehen, im Fernsehen ermittelten „Tatort“-Kommissare ebenso in der von ihr ausgesuchten oder entworfenen Kluft wie sich eine großstädtische Bankierstochter aus dem 19. Jahrhundert in eine Obstbäuerin verwandelte (DIE KIRSCHENKÖNIGIN, R: Rainer Kaufmann, 2004). Und im Kino ist sie für kleine Experimente an fremden Körpern (FREMDKÖRPER, 2002) ebenso zu haben wie für literarische Konvention im buchstäblich historischen Gewand (BERGKRISTALL, R: Joseph Vilsmaier, 2004).

ALLES AUF ZUCKER! nun spielt heute in einer Welt zwischen jüdischer Orthodoxie und säkularer Steuerflucht, zwischen Synagoge und Wettbüro, zwischen Kabale und Liebe – und bietet genau die von Lucie Bates bevorzugte Lücke, wo die Feinheiten in der Kleiderwahl die Feinheiten in den Charakteren beeinflussen – und umgekehrt. Denn „das Kostüm hört nicht am Kragen auf“.

 


Nominiert für die beste Filmmusik:

Niki Reiser

Der aus der Schweiz stammende Regisseur Dani Levy und der Filmkomponist Niki Reiser (Jahrgang 1958) sind nicht nur Landsleute, sondern auch Freunde und künstlerische Partner seit Levys erstem Film DU MICH AUCH (1986). Reiser hat von 1980 bis 1984 in Boston Flöte und Komposition studiert, um anschließend erste Experimentalfilme zu vertonen und sich seiner Leidenschaft als Jazz- und Klezmer-Flötist zu widmen. Neben seiner regelmäßigen und intensiven Zusammenarbeit mit Dani Levy schrieb Reiser auch die Musik zu Caroline Links JENSEITS DER STILLE (1996), ein Film, bei dem die Musik bekanntlich auch inhaltlich eine große Rolle spielt. Dafür erhielt Reiser den Deutschen Filmpreis 1997. In den letzten Jahren hat er auch den Soundtrack zu dem Kinderfilmerfolg DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER (Tomy Wigand, 2002) und Marco Kreuzpaintners Coming-Out–and-of-Age-Geschichte SOMMERSTURM (2004) geschrieben. Seiner Liebe zur traditionellen jüdischen Musik konnte sich Reiser natürlich besonders bei Levys ALLES AUF ZUCKER! widmen, wobei er der Versuchung, allzu folkloristisch zu werden, bewusst widerstanden hat und mit der WDR-Big-Band eine Filmmusik einspielte, die kontrapunktisch zum Screwball-Charakter der Komödie Anklänge an große Kino-Western suchte und fand. Niki Reiser vertritt seit 2003 seine Zunft übrigens auch als Mitglied des Vorstands der Deutschen Filmakademie.

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