Aus der Tiefe des Raumes
| Produktion | Schlicht und Ergreifend, d.i.e. Film. GmbH |
| Produzenten | Philipp Budweg, Johannes Schmid, Uli Aselmann, Robert Marciniak |
| Regie | Gil Mehmert |
| Drehbuch | Gil Mehmert |
| Kamera | Bella Halben |
| Schnitt | Bernd Schlegel |
| Szenenbild | Alissa Kolbusch, Johannes Sternagel |
| Kostümbild | Steffi Bruhn |
| Filmmusik | Alex Haas, Stefan Noelle, Gerd Baumann |
| Darsteller | Arndt Schwering-Sohnrey, Eckard Preuß, Mira Bartuschek, Sandra S. Leonhard |
Info
Der schüchterne Hans-Günter wird Zeuge einer unglaublichen Geschichte: Sein kleines Tipp-Kick-Männchen verwandelt sich in einen ausgewachsenen Menschen. Hans-Günter, selber noch auf der Suche nach Orientierung im Leben, ist mit diesem plötzlichen Vater-Sohn Verhältnis und der Absurdität der Situation komplett überfordert. Doch im Erfolg seines Spielers erfüllen sich alle Kleinjungenträume.
Spielfilm, 88 min
Nominiert für das beste Kostümbild:
Steffi Bruhn
Was für Regisseure und Schauspieler durchaus zur beruflichen Gepflogenheit gehört, ist in anderen Filmberufen eher die Ausnahme – der Wechsel zwischen Filmset und Theaterbühne. Steffi Bruhn vollzieht diesen Wechsel. Sie gehört seit Jahren zu den gefragtesten Bühnen- und Kostümbildnerinnen der deutschen Theaterszene und hat in den späten neunziger Jahren unter den Intendanten Leander Haussmann und Matthias Hartmann manche viel beachtete Inszenierung am renommierten Bochumer Schauspielhaus ausgestattet. Für den Regisseur Gil Mehmert wagte sie ein cinematografisches Experiment in Sachen Kostüm: Mehmerts Film AUS DER TIEFE DES RAUMES (2004) spielt in den sechziger Jahren und erzählt die fiktive Geschichte vom Aufstieg einer zum wirklichen Leben erweckten Tischfußballfigur zur Mittelfeld-Legende Günter Netzer. Seinen Reiz bezieht dieser Film aus der Kombination einer skurril-künstlichen Story in einem authentischen Ambiente, zu dem die Kostüme einen wesentlichen Teil beitragen. Zuvor hatte Steffi Bruhn übrigens mit Gil Mehmert – wie sollte es anders sein – am Theater gearbeitet. Im Stadttheater Hildesheim brachten sie gemeinsam den Musical-Klassiker „Jesus Christ Superstar“ auf die Bühne – ein Kult-Stück aus den Sechzigern.
Nominiert für die beste Filmmusik:
Gerd Baumann, Alex Haas, Stefan Noelle
Wenn man die Band The Dukes nicht für den Film AUS DER TIEFE DES RAUMES von Gil Mehmert erfunden hätte, dann hätte es sie in der Zeit in Deutschland geben müssen, als es die Rattles (in Hamburg) oder die Petards (in Kassel) wirklich gegeben hat. Beat-Bands made in Germany, in den Hitparaden irgendwo zwischen Mirelle Mathieu, Gus Backus, den Rolling Stones und Freddy Quinn, waren vor allem lokale Größen - von den männlichen Moped-Fahrern beneidet, von deren Begleiterinnen bewundert. Deshalb gehört diese Musik auch in die niederrheinische Fantasy-Geschichte, die in den Sechzigern spielt. Dafür, dass es auch wirklich danach klingt, haben der Bassist Alex Haas (Jahrgang 1962) und der Schlagzeuger Stefan Noelle (Jahrgang 1965) die fiktive Band gegründet und sich mit dem Produzenten und Gitarristen Gerd Baumann (Jahrgang 1967) musikalisch in die Zeit versetzt, da sie gerade geboren waren. Im wahren Leben stehen Haas und Noelle seit 1991 als „Unsere Lieblinge“ gemeinsam auf der Bühne und haben eine neue, originelle Form kammermusikalischer Unterhaltung erfunden, die sie auch für die Arbeit bei Theater- oder Kabarett-Produktionen einlädt. Am Theater ist auch ihr Produzent Gerd Baumann (produziert u.a. Constantin Wecker) zu Hause, der in München u.a. am Bayerischen Staatsschauspiel, am Volkstheater oder in der Schauburg am Elisabethplatz arbeitet.






