AUF DEM WEG ZUR LOLA

Dieses Jahr fand das Festival vom 28. bis 30.Mai in Berlin statt. In einer vielfältigen, spannenden Mischung aus Filmgesprächen – den LOLA VISIONEN – und Filmvorführungen konnten sich Interessierte, Filmliebhaber, Freunde, Fördermitglieder und Mitglieder der Akademie auf die DEUTSCHE FILMPREIS-Verleihung am 19.Juni 2015 einstimmen. 

Lernen Sie die Nominierten und ihre Filme kennen und schauen Sie sich die  LOLA VISIONEN als Youtube-Video bzw. als Podcast auf iTunes an:

LOLA VISIONEN Regie 
LOLA VISIONEN Kostüm 
LOLA VISIONEN Kamera 
LOLA VISIONEN Schauspiel 
LOLA VISIONEN Filmmusik 

Das LOLA FESTIVAL wurde unterstützt von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Apple iTunes und Zitty.

Das Lola Festival 2015

Am Donnerstag, 28. Mai, begann das LOLA Festival in der Astor Film Lounge traditionsgemäß mit den LOLA VISIONEN Regie. Die Regisseure Burhan Qurbani (WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK), Johannes Naber (ZEIT DER KANNIBALEN), Gulio Ricciarelli (IM LABYRINTH DES SCHWEIGENS), Edward Berger (JACK), Veit Helmer (QUATSCH) und der Produzent Jan Dressler (VICTORIA) sprachen mit Akademie-GF Alfred Holighaus über die Motive, die Besetzungen, die Themen, den Spaß, die Probleme und die Formen ihrer höchst unterschiedlichen Filme im Rennen um den Deutschen Filmpreis 2015.

Danach lief der spannende Dokumentarfilm WAS HEISST HIER ENDE? von Dominik Graf. Ein Porträt des Filmjournalisten und Filmemachers Michael Althen – und auch eine Vision der nicht unbedingt friedlichen, aber reichlich kreativen Koexistenz von Regie und Filmkritik. Claudius Seidl, Feuilleton-Chef der FAS und Wegbegleiter Althens, führte im Gespräch mit Holighaus in den Film ein.

Auch am folgenden Tag gab es eine LOLA VISION in der Astor Film Lounge. Moderiert von Jenni Zylka (radioeins, Rolling Stone) fand ein Gespräch zwischen der Ehrenpreisträgerin Barbara Baum und zwei der nominierten Kostümbildnerinnen, nämlich Katrin Aschendorf (THE CUT) und Bettina Marx (ELSER), statt, an dessen Ende stand eine Vorführung des Fassbinder-Klassikers DIE EHE DER MARIA BRAUN.

Am Morgen desselben Tages war Kinderparty im Kino. Zur Vorführung der beiden nominierten Kinderfilme (QUATSCH UND DIE NASENBÄRBANDE und RICO, OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN) waren jeweils fünf Klassen verschiedener Berliner Schulen im Kino, gingen mit und fragten nach der Vorführung den Machern der Filme Löcher in den Bauch.

Am Samstag gab es drei LOLA VISIONEN im gegenüber der Astor Film Lounge liegenden Apple Store. Es begann mit einem Gespräch zwischen Judith Kaufmann (ELSER) und Sebastian Schipper (VICTORIA, Regie) über die Bildgestaltung der jeweiligen Filme: 
https://itunes.apple.com/us/podcast/id1002201760

Nachmittags traf sich Filmakademie-Vorstand RP Kahl mit einigen der nominierten Schauspielerinnen und Schauspieler zur LOLA VISION Schauspiel: 
https://itunes.apple.com/us/podcast/id1002200567

Und am frühen Abend sprach Milena Fessmann mit Sebastian Pille (IM LABYRINTH DES SCHWEIGENS) und Nils Frahm (VICTORIA) bei den LOLA VISIONEN Filmmusik über deren künstlerische Konzepte der jeweiligen Scores: 
https://itunes.apple.com/us/podcast/id1002191264

Dazwischen präsentierten die für die Kategorie Beste Regie nominierten Filmemacher Johannes Naber, Sebastian Schipper und Edward Berger persönlich ihre Favoriten aus der deutschen Filmgeschichte (SPUR DER STEINE, DER LETZTE MANN und FALSCHER BEKENNER) vor. Dominik Graf, der gerade in Rumänien dreht, empfahl in Abwesenheit den Fünfziger-Jahre-Klassiker HAIE UND KLEINE FISCHE mit Hansjörg Felmy und Horst Frank. 

Die Filme des LOLA FESTIVAL 2015

WAS HEIßT HIER ENDE? – DER FILMKRITIKER MICHAEL ALTHEN

(Deutschland 2015, R: Dominik Graf, 120 Min.) – Kinostart: 18.06.2015

Dominik Grafs Essayfilm beschreibt die Suche nach Spuren, Splittern und Spiegelungen des Schaffens von Michael Althen, der im Jahre 2011 viel zu früh verstarb. Der Filmkritiker Althen hat mit offenen Sinnen Filme gesehen und sich liebend gerne von ihnen verführen lassen. Umgekehrt wiederum hatten seine Texte, seine Wahrnehmungen, all die Begegnungen mit ihm, großen Einfluss auf andere – auf Kritiker, Filmemacher und Kinogänger gleichermaßen, darunter sicherlich Tom Tykwer, Christian Petzold, Doris Kuhn, Claudius Seidl oder Wim Wenders. Gleichzeitig ist dieser Film auch eine einzigartige Liebeserklärung ans Kino. Denn so gekonnt wie Althen hat es kaum jemand sonst verstanden, die Magie des Films ins Leben zu übertragen. 

QUATSCH

(Deutschland 2014, R: Veit Helmer, 82 Min.)

Nominiert für den Deutschen Filmpreis 2015 – Bester Kinderfilm

Das Leben der Kinder von Bollersdorf könnte so schön sein, wenn der Ort wegen seiner Durchschnittlichkeit nicht von der Gesellschaft für Konsumforschung entdeckt worden wäre. Das ist ein Fall für die Nasenbärenbande! Gemeinsam mit dem pfiffigen Nasenbären Quatsch hecken die Kinder einen cleveren Plan aus: Mit abenteuerlichen Erfindungen und verrückten Weltrekorden wollen sie Bollersdorfs Einzigartigkeit beweisen, damit die Konsumforscher endlich wieder verschwinden...

RICO, OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN

(Deutschland 2014, R: Neele Leana Vollmar, 96 Min.)

Nominiert für den Deutschen Filmpreis 2015 – Bester Kinderfilm

Der zehnjährige Rico lebt in Berlin Kreuzberg. Er ist ein tiefbegabtes Kind, was bedeutet, dass ihm Dinge manchmal aus dem Kopf fallen, wenn er überfordert ist. Eines Tages trifft er Oskar, 8 Jahre, hochbegabt und im Vergleich zu Rico ein ganzer Angstkomplex! Trotz ihrer Verschiedenheit verstehen sich die beiden sofort – doch plötzlich ist Oskar weg. Entführt vom miesen Schnäppchenentführer. Die Suche nach seinem Freund stellt Rico auf eine harte Probe: er muss sich alleine in die weite Welt Berlins hinauswagen und die Puzzleteile zusammensetzen um Oskar zu retten. 

SPUR DER STEINE

(DDR 1966 , R: Frank Beyer, 134 Min.)

Frank Beyers Film SPUR DER STEINE führt eine mit viel Komik gewürzte, radikale Auseinandersetzung mit der Planwirtschaft und der politischen Bürokratie in der DDR. Glänzend besetzt mit dem jungen Manfred Krug in der Rolle des raubeinigen Brigadenführers Hannes Balla und mit einer großen Portion despektierlicher Seitenhiebe gegen das SED-Regime versehen, bewies Frank Beyer großen Mut, als er den gleichnamigen Roman von Erik Neutsch verfilmte.

DIE EHE DER MARIA BRAUN

(Deutschland 1978 , R: Rainer Werner Fassbinder, 120 Min.)

DIE EHE DER MARIA BRAUN ist Fassbinders populärster und international erfolgreichster Film und ein bewegendes Melodram eines Nachkriegsschicksals. Während der Zuschauer der Geschichte des Scheiterns einer Frau im Kampf um ihre Liebe folgt, nimmt Fassbinder ihn - quasi nebenbei - mit auf eine Reise in die Gefühlswelt des bundesdeutschen Wirtschaftswunders. Federführende Kostümbildnerin war die diesjährige Ehrenpreisträgerin Barbara Baum.

DER LETZTE MANN

(Deutschland 1924 , R: Friedrich Wilhelm Murnau, 90 Min.)

Ein Hotelportier wird wegen seines Alters zum Toilettenmann degradiert. Als ein reicher Gast dort in seinen Armen stirbt und ihm sein Vermögen vermacht, hat die Demütigung ein Ende. Jetzt kann der Toilettenmann selbst als reicher Gast das Hotel betreten. Stummfilmklassiker von Friedrich Wilhelm Murnau.

FALSCHER BEKENNER

(Deutschland 2005 , R: Christoph Hochhäusler, 94 Min.)

Mit einem ebenso aufmerksamen wie liebevollen Blick für die Rituale familiärer Bande erzählt Christoph Hochhäusler vom Versuch einer Selbstfindung, in dem Wirklichkeit und Vorstellung sich immer mehr verwirren. Präzise, in wunderbar komponierten Bildern und mit spürbarer Freude am Absurden im Normalen erkundet FALSCHER BEKENNER die zugleich fremd und vertraut erscheinende Welt bundesdeutscher Vorstädte.

HAIE UND KLEINE FISCHE

(Deutschland 1957 , R: Frank Wysbar, 120 Min.)

Kurz nach Kriegsbeginn wird Seekadet Teichmann auf einem Minensuchboot eingesetzt. Unglücklich verliebt er sich in die Frau seines Flotillenchefs, ohne dass die Liebe erwidert werden würde. Später wird Teichmann in ein U-Boot versetzt. Die anfängliche Aufregung weicht bald nacktem Entsetzen. Hier offenbart sich der Krieg dem jungen Seekadet in seinem ganzen Schrecken.

 

Im Mai und Juni zeigt das Freilichtkino Kreuzberg nominierte Filme unter freiem Himmel. Weitere Informationen zum Spielplan finden Sie hier.

Die Partner des LOLA FESTIVAL 2015

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien 

Das Amt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien wurde 1998 geschaffen, um die kultur- und medienpolitischen Aktivitäten des Bundes in einer Regierungsbehörde zu bündeln.

bundesregierung.de/BeauftragtefuerKulturundMedien

APPLE ITUNES

apple.com/de/itunes

ZITTY Berlin 

zitty.de

Von der leeren Messehalle am Berliner Funkturm zur glanzvollen Gala-Bühne

Live vom Deutschen Filmpreis 2015 – unsere Social Media Wall #lola15

Barbara Baum – die Grand Dame des Kostümbilds

Die Preisträger 2015:
Katy Karrenbauer & Alexander Fehling

LOLA FESTIVAL 2015 mit den LOLA VISIONEN:
Hier auf Youtube und als Podcast!